Wiesbaden, 16.04.2015

Von Bonn nach Wiesbaden, voll easypeasy, in Nullkommanothing da. Schwieriger schon, die ganzen Stufen zum "Kulturpalast" zu erklimmen. Bis in die Siebziger soll das eine Reithalle gewesen sein, ist also eine Pferdetreppe. Trippelt man sich einen ab.
Fast immer, wenn Proton uns in so posche Läden bucht wie diesen, kommen keine Leute. Das bewahrheitet sich dann zwar nicht in Gänze, das Gegenteil ist aber auch nicht der Fall. 40 Zahlende vielleicht. 2 andere Bands, wir wieder 20 Jahre älter als der Rest. Flo, Paul, Erwin & Flo, mit denen wir bisher ausser Hallosagen (und sich bemühen, die geflissentlich entgegengenommenen Namen nicht gleich wieder zu vergessen, das passiert einem ständig) keinerlei Kontakt hatten, finden unseren Pressetext scheisse. Nicht ohne eine gewisse Süffisanz lesen sie ihn zwischen ihren Songs häppchenweise vor, während sie teilweise unser Zeug benutzen. Komische Aktion. Komische Vibes. Was soll das sein? Kunst? Politik? Man weiss es nicht. Sie selber wissen's auch nicht. Alles ma hinterfragen oder so. Kritische Geisterfahrer. Da hat auch ma einer doof in' Wald gerufen, und dann hat der Wald gesagt: "Du Arsch."
Fast noch besser ist aber der Bierfreund mit dem Feine-Sahne-Fischfilet-Tieschört, der beim LaPaloma-Hoodie-Klauen erwischt wird. Natürlich NACHDEM er den Fummel als desolater Frontrow-Dancer schön vollgeölt hat. Voll Punk, ey. So kleinen Pupsgruppen wie uns den Merch zocken. Hallo, Feine Sahne?! Habt Ihr ma gekuckt, ob bei Euch'n Schört fehlt?

 

Gig ist OK. Nicht der Weisheit letzter Schluß, aber OK. Übernachtung im Hotel "Admiral", was unsere maritimen Pumpen na klar gleich höher schlagen lässt. Aber Federkernmatratzen, wompawompa! Und 1 Meter mal 2 Meter, das is mir zu schmal. Mehrere Male wache ich auf und finde mich quasi AUF der Rehling wieder, gehe aber nicht über Bord. Streß. Aus der Hotelmappe erfährt man, dass sich einige "...Superhausfrauen..." über die schmuddeligen Gardinen beömmelt hätten, dabei seien die CHAMPAGNERFARBEN! Absurd. Beides.

 

Danke an Pascal für's Mixen, Julius L. und seine Kollegin für die liebevolle Betreuung und das herausragende Essen! Letztere zwo sehen wir noch einträchtig in die Spießbadener Nacht entschwinden, während wir auf Treppenstufen zweitklassigen Döner (Jochen veggie, Stulle & ich meatie) mymmeln und neben uns einer mit so 'ner modernen Popperfrise eima sauber zwischen seinen Knien durchkotzt.

 

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