Düsseldorf/Freiburg/Rüsselsheim, 23.-26.04.2014

Auf dem Weg nach Düsseldorf hören wir schonmal unser neues Album und finden, da sind eigentlich nur Hits drauf. Proton hat uns für diesen Viertäger 'paar ziemlich geleckte Dinger ausbaldowert. Aber in so quasi-gediegene Kulturbetriebe passen wir ja auch ma ganz gut rein...wie ins "FFT", D'Dorfer Kammerspiele. Mixer heißt Didi und hat 'ne Grubenlampe auf/um. Große Freude über das tatsächliche Erscheinen von KOPFPUNK-Olaf, der uns mit Buttons zuschmeißt. Endlich mal einer, der sagt, er kommt - und KOMMT auch. Noch 'paar mehr Leute hätten's ruhig sein können, was auch für die nächsten Abende gelten wird (Mülheim weiss ich noch nicht, oxidiere im Backstage des "Ringlokschuppens", während ich diesen self-indulgent Stuss schreibe).
Freiburg. Granatenwetter, 2x Plattenkaufen bei "Flight13", Stadtführung, herrliches Bärlauch-Kichererbsen-Frühstück im Terassengarten der Hippie-Pennplatz-WG. Unsere Betreuung verhält sich äußerst fürsorglich: Es soll uns an nichts fehlen. Tannennadelbrause, Alkohol, Isomatten, Kaffee, Drogen. Isomatten und Drogen lehnen wir freundlich ab, alles Andere geht mit.
In Rüsselsheim macht uns die schwüle Luft meschugge. Schlafen auf Tour ist 1 Problem ( außer für Stulle, der steht 30 Sekunden, bevor's losgeht, auf UND HAT WIRKLICH GEPENNT!). Vollständiger Reset über Nacht gelingt nicht, jeden Tag ist man ein bisschen verschranzter als gestern. Müde erwachen, jeden Knochen spüren, euphorisch aufbrechen, mit jedem Kilometer weiter abmaddeln, Tiefpunkt bei Ankunft, auspacken, Soundcheck, Essen, sterben, wieder munter werden, SICH ZUM AFFEN MACHEN, stinken und nässen, aufgekratzt sein, einpacken, Heia erzwingen und alles wieder von vorn. In Opel-City kommt der Gig etwas zeitig, bin eigentlich noch tot. Verliere meine Stimme im "Rind", mal lauern, ob sie heute wieder da ist.
Während wir (zu früh wie fast immer) neben der B1 essen, schaukelt sich aufem Balkon gegenüber einer den Sack und lädt uns in Zeichensprache ein, zu ihm raufzukommen. Danke, lieber nicht.
HOLZ FEUER STEIN OFEN, unser heutiger Support, fährt einen ziemlichen Multi-everything-Overkill mit frei Schnappes + simultan zum Konzert zubereiteter Pizza, Projektionen, Kostümen und allem Pipapo. Auch ganz erfrischend, dass wir mal vergleichsweise WENIG Zeug anschleppen. Melange aus Kindergeburtstag und Happening. Ordentlich auf die 12. Die Alupfannen für die Pizza müssen weg, damit mein Amp Platz hat. Ich behaupte, dass man sich auf dem Amp zur Not auch 'ne Pizza warm machen könnte, wenn er erstmal 'ne Weile summt. "Ja", sagt Jochen, "aber dann läuft das alles da rein, und der Sound wird cheesy...".

 

 

 

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