Bonn, 22.11.2013

Das BLA ist eine mukkelige Punkrock-Kneipe, in der liebe, verläßliche Menschen arbeiten, und mit einer kleinen Bühne, gerade groß genug für uns und unser ganzes Gelöte. Außerdem der erste mir bekannte Laden mit Gitarren-Hängegabeln im Bühnenbereich. Da machen sich AHAB-Philipps und meine Gibsons gut dran. Essen kommt aus der "Frittebud" um die Ecke, einem Pommes-Shop der stark gehobenen Kategorie. Also alles knorke. Wir haben lange nicht gespielt, nur eine neue Nummer auf der Liste und sind deswegen erstmal wieder ganz fasziniert davon, daß Leute wegen uns irgendwo hinkommen. Manche zeigen explizites Fan-Verhalten (Textsicherheit, Wünschen uralter Stücke). Das, Adrenalin und die allgemeine Knorkeheit verschaffen unserem Auftritt trotz 1,5 halbherziger Proben eine gewisse Durchschlagskraft. Hinterher begeisterte Rückmeldungen und nette Gespräche. So wünscht man sich das immer, und heute IST ES SO! Toll, danke, Bonn! Die Nacht ist etwas unruhig, weil Kollege Gäde ein Schnarchregister nach dem anderen zieht: Hoch, tief, hell, dunkel, wechselnde Distortion-Grade. Stulle, der neben ihm im Doppelbett liegt, wird später behaupten, er sei insgesamt nur 2x davon aufgewacht. Ein Schlafkünstler, der Mann. Unsere Gastgeberin Judith stellt top Frühstück auf den Tisch, und das Gespräch geht Richtung "musikalische Einflüsse", speziell bzgl. Rachut-Kapellen. Nein, stellt Jochen klar, ich z.B. würde ja eher klingen wie Mike Krüger auf Heroin. Wieder was zum Mitnehmen, sehr schön. Im Stau auf der A59 riecht es gerade nach MäcFurz, als aus heiterem Himmel links der pinke "Shopping Queen"-Bus an uns vorbeizieht. Wir schnallen gemeinsam ab.

 

 

 

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